BLUESTACK.ORG : ZurZeitDerSommerWonnen

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Zur Zeit der Sommerwonnen

Zur Zeit der Sommerwonnen;
Das Korn stand ernteschwer,
hab Abschied ich genommen.
Wie lang ist das schon her?

Die vollen Ähren streiften
ganz leise meine Hand.
Da mußt ich sie ergreifen,
so hat's mich übermannt.

Der Staub an meinen Füßen,
gleichsam hielt er mich fest,
als hätt er sagen müssen:
"Komm, bleib im warmen Nest."

Die Lerchen jubelnd schwangen
sich froh in blaue Höh'n.
Das Lied, das sie mir sangen
war: "Bleib, hier ist es schön."

Die alten Eichen rauschten
mir noch ein Abschiedslied.
Da mußt ich stehn und lauschen,
so weh war mein Gemüt.

In manchen stillen Stunden
hör ich die Glocken gehn.
Ein Klang hat sich gefunden,
wohl mit des Windes Weh'n.

Dann träum ich in der Ferne
von meiner Heimat Glück.
Wie gerne, ach wie gerne
kehrt ich dahin zurück.

1937


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